Ghillie Suit Oak Leaf 3D woodland

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Preis

79,99 €

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Artikel-Nr.
59309
Hersteller
Mil-Tec
EAN
4051378565246
Gewicht
1,0 kg
Herstellernummer
83
Daniel Kostrzewa
Bewertung: 5

Ich benutze den Mil-Tec Oak Leaf 3D Ghillie Suit woodland seit einigen Monaten zum Fotografieren von Wildtieren, hier meine bisherigen Erfahrungen nach ca. 5-10 Einsätzen: Lieferumfang: Wie beschrieben, der Ghillie Suit wird in einem olivfarbenen (und gut dimensionierten) Umhängebeutel geliefert, der sich per Kordelzug verschließen lässt. Das Set enthält eine Hose, eine Jacke mit Kapuze, eine Gewehrtarnung (nutze ich leicht modifiziert für das große Teleobjektiv an meiner Kamera) und den bereits erwähnten Transportbeutel, außerdem sind 2 Zurrbänder mit Clipverschluß dabei mit denen man den aufgewickelten Ghillie Suit zusammenzurren kann bevor man ihn wieder in die Hülle steckt (funktioniert alles reibungslos, die Tasche hat die perfekte Größe und mir reicht sogar eins der Zurrbänder völlig aus). Verarbeitung: Ich habe vor dem Kauf lange recherchiert und mir zig Bewertungen von anderen Ghillie Suits angesehen, dieser schien mir für meine Zwecke am alltagstauglichsten zu sein und das hat sich auch direkt nach dem Auspacken und beim ersten Tragen bestätigt: Zunächst sieht der Ghillie wirklich aus wie auf den Bildern und man muss nicht zuerst die Tarnfäden entknoten oder ähnliches. In den Bewertungen vieler anderer Ghillies war auch zu lesen dass der Anzug mit weit weniger Tarnmaterial ausgestattet war als anhand der Bilder zu vermuten wäre, das ist bei diesem Modell definitiv nicht der Fall. Das Untermaterial fast komplett undurchsichtig (aber dennoch relativ luftdurchlässig) und schirmt somit genügend ab, so dass man auch helle oder farbige Kleidung unter dem Ghillie nicht sieht, außerdem macht alles einen relativ reißfesten und stabilen Eindruck, die Nähte und Druckknöpfe sind ordentlich verarbeitet und bisher ist nichts eingerissen oder ähnliches. Trotzdem bin ich immer vorsichtig, z.B. beim Öffnen der Druckknöpfe oder Einsteigen in die Hose, das Material fühlt sich zwar stabil an, ist aber relativ dünn. Die Tarnstreifen sind alle gut angenäht und ich habe bis jetzt noch keinen davon verloren (trotz einiger Ästchen oder Brombeersträucher die hier und da mal hängenbleiben). Das Material riecht nicht unangenehm (bis auf den normalen “Polyestergeruch”) und ich konnte beim Tragen mit kurzärmeliger Kleidung keine Reizung der Haut o.ä. feststellen (z.B. durch die flammhemmende Ausrüstung, da hatte ich ein wenig Sorge). Die Gewehrtarnung besteht aus einem elastischen Band mit angenähten Tarnstreifen, allerdings ist an den Enden keine Schlaufe sondern das Band ist lediglich auf ca. 15-20cm doppelt aufeinandergenähnt (als hätte dort eine Schlaufe entstehen sollen, vielleicht ein Produktionsfehler). Ich habe also die Naht aufgetrennt und mir selber eine Schlaufe in passender Größe abgenäht. Optik/Tarnung: Wie bereits oben erwähnt, der Ghillie sieht aus wie auf den Fotos und man muss nichts zusätzlich annähen oder entknoten, einfach auspacken, anziehen und auf die Lauer legen. Die Tarnung würde ich als sehr gut bezeichnen (man kommt sehr nah an Tiere heran bevor sie einen bemerken - wenn überhaupt, oft hören sie zwar den Auslöser der Kamera aber sehen nichts bedrohliches und fressen dann weiter), ich habe auch von einem Bekannten ein paar Fotos machen lassen und war sehr zufrieden mit der Wirkung (siehe Actionfotos). Das Material raschelt zwar beim Bewegen etwas, das Geräusch ist aber sehr leise und unauffällig, ansonsten macht der Ghillie keinerlei Geräusche (man sollte darauf achten dass alle Druckknöpfe verschlossen sind, diese können sonst ein wenig klappern). Auch die Tarnstreifen an der Kapuze verrichten ihren Dienst sehr effektiv, wenn man sie einfach vorm Gesicht hängen lässt sieht man durch das Netzmaterial der Streifen noch relativ gut die Umgebung und von außen werden die Konturen des Gesichts verschleiert. Die Gewehrtarnung lässt sich - mit ein paar Modifikationen - als Umwicklung für ein Teleobjektiv nutzen (von der Länger her ausreichend um es z.B. um ein Nikon 200-500mm f/5.6 oder ähnlich großes Objektiv zu wickeln), siehe “Verarbeitung”. Tragekomfort: Der Ghillie lässt sich angenehm tragen, ich habe beim Vergleich der verschiedenen Modelle große Gewichtsunterschiede festgestellt und dieser war der leichteste (für mich einer der Kaufgründe). Er trägt nicht sonderlich auf (bis auf die ungewohnte “Wuscheligkeit” natürlich) und man kann damit auch längere Strecken bequem gehen, sogar Exkursionen durchs Unterholz und kleinere Kletteraktionen sind auch hier und da mal drin. Hier ist auch ein weiterer Vorteil des Netzmaterials der Tarnstreifen, diese bleiben zwar auch hin und wieder mal an Dornen oder Tannenzweigen hängen, lassen sich aber sehr leicht wieder lösen (i.d.R. reicht es einfach weiterzugehen) und reißen dabei nicht ab (von manchen Ghillies liest man dass diese sich bei jedem Dornenbusch langsam aber sicher in ihre Bestandteile auflösen weil die Fäden einfach am Busch hängenbleiben und abreißen). Ich habe wie gesagt bisher noch keinen der Streifen verloren. Es macht je nach Körpergröße allerdings Sinn (habe ich auch gemacht) die untersten Streifen der Hose abzuschneiden damit diese nicht ganz so weit auf dem Boden aufliegen (man tritt sonst leicht darauf). Einfach Hose und Schuhe anziehen und bei leicht gebeugtem Knie die Streifen auf Höhe Unterkante Schuhsohle abschneiden. Der Ghillie lässt sich außerdem leicht anziehen, die Hose hat unten am Beinabschluß Druckknöpfe und ich bekomme sie auch bequem über die Stiefel und eine normale Hose gezogen. Oben am Bund wird sie mit einem Kordelzug befestigt. Gleiches gilt für die Jacke, ebenfalls leicht anzulegen, schließt per Druckknopfleiste und die Kapuze hat einen Kordelzug. Außerdem haben Jacke und Hose Durchgreiftaschen (die bei mitteldicken Armen auch groß genug sind um vom Durchgriff der Hose in die Beintaschen einer Cargo-/Militärhose zu greifen). Ich würde allerdings ab einer Körpergröße von ca. 1,78m zu Größe 3 tendieren (habe Gr. 2 gekauft und bin ca. 1,76m, beim Strecken der Arme spannt die Jacke bereits etwas an den Achseln und die Ärmel ziehen sich hoch, es geht aber noch und ansonsten sitzt alles perfekt, daher habe ich die Größe behalten). Man schwitzt natürlich unter dem vielen Polyestermaterial etwas mehr als normal (im Sommer wird es in direkter Sonne schnell unangenehm), allerdings reicht dank des luftdurchlässigen Materials eine kleine Brise oder ein Plätzchen im Schatten und schon wird es wieder erträglicher. Im Sommer ist es mit einer kurzen Hose auf jeden Fall erträglich solange man nicht länger in der prallen Sonne ist, das versuche ich aber schon alleine aufgrund der Erhitzung der Kamera und des Objektivs zu vermeiden. Die meisten Bilder entstehen sowieso am Morgen oder Abend, dann sind die Temperaturen auch im Sommer kein Problem mehr. Ich habe den Ghillie im Winter noch nicht getestet, gehe aber davon aus dass man aufgrund der zusätzlichen Isolierung wahrscheinlich eine Kleidungsschicht weglassen kann. Bei nassem Untergrund kann es hilfreich sein eine Regenhose unter der Ghillie-Hose zu tragen da sonst natürlich in Lauerstellung beim Knien alles nass wird (oder z.B. eine faltbare Isomatte o.ä. mitzunehmen wenn man sich hinlegen möchte). Weiterer Vorteil des Polyester-Netzstoffes: das Gewicht erhöht sich bei Nässe zwar ein wenig, man schleppt aber danach keinen kiloschweren nassen Klumpen mit sich herum, alles im Rahmen des Erträglichen. Fazit: Ich bin voll und ganz zufrieden. Der Ghillie entspricht der Beschreibung, Qualität und Optik stimmen und auch der Tragekomfort ist besser als erwartet bzw. befürchtet. Klare Kaufempfehlung!